Erst wenn Kinder drei Jahre und älter sind, verzichten die meisten freiwillig auf ihren Wagen, um fortan die eigenen Füßchen zu benutzen. Bei Eltern waren in den letzten Jahren besonders die geländegängigen, dreirädrigen Sportwagen beliebt. Die Leidenschaft dafür ist zwar wieder etwas abgeflaut, wie einige Hersteller berichten. Sie verkaufen sich aber immer noch gut. Auch sehr gefragt sind leichte, wendige Buggys für die Stadt und vierrädrige, gut gefederte Wagen mit luftgefüllten Reifen.
Für unseren Test haben wir 13 Wagen eingekauft und in die Labore geschickt: fünf dreirädrige Renner und acht Buggy-Shopper oder Sport- bzw. Kombiwagen zwischen 200 und 540 Euro.Ein Wagen ist immerhin “gut”, zwei sind “befriedigend”. Vier Kinderkarren schafften nur ein “ausreichend”, fünf ein “mangelhaft” und einer ist “ungenügend”.
Sitz- und Liegekomfort sind bescheiden. Viele Sitze sind zu dünn gepolstert, hängen stellenweise durch oder man spürt Verstrebungen. Die Hälfte der Rückenlehnen sind schon für ein durchschnittlich großes und schweres Kind von mehr als eineinhalb Jahren zu kurz, obwohl die Wagen laut Herstellerangaben für Dreijährige, einige sogar für Vierjährige geeignet sein sollen. Auch die Beinunterstützung einiger Wagen ist “mangelhaft”. Beim Asahi Hurricane, Quinny Freestyle 3XL und Twister 3 können größere Kinder nämlich mit den Füßen in die Speichen kommen.